Mehr Mut, liebe Frauen: eine selbstbestimmte Schweiz braucht eine starke Stimme!
«herVoice» heisst «ihre Stimme». Und der Name ist Programm. Die Unternehmerin Sara Hürlimann, die Ex-FDP-Grossrätin Karin Faes und die FDP-Gemeindepräsidentin Phyllis Scholl haben die Bewegung ins Leben gerufen, um über die wirklichen Auswirkungen der EU-Rahmenverträge aufzuklären – und für die direktdemokratischen Rechte zu kämpfen. Für sie ist klar: Es ist höchste Zeit, dass auch Frauen ihre Stimme in dieser Frage erheben.
Viele Frauen zweifeln an den neuen EU-Verträgen. Aber sie trauen sich nicht, das laut zu sagen – so die Diagnose des Trios Hürlimann, Faes und Scholl. Ein Ja zum Vertragswerk sei «salonfähiger», gelte als «weltoffen», sagen die drei gegenüber den Blättern von «CH Media». Das sei jedoch kreuzfalsch.
Alle drei Frauen haben internationale Berufserfahrung: Sara Hürlimann ist gebürtige Schwedin und Wahlschweizerin, Phyllis Scholl besitzt den deutschen Pass.
Hier sind drei Argumente, die sitzen:
1. Volksrechte. Einst haben Frauen für ihr Stimmrecht gekämpft. Mit der institutionellen Anbindung an die EU würden die demokratischen Rechte wieder abgebaut. «Die Bevölkerung unserer Nachbarländer hat ein Ohnmachtsgefühl», sagt Phyllis Scholl. Sie kann nur alle vier Jahre Personen wählen. In der Schweiz haben wir mehrere Sachabstimmungen pro Jahr.
2. Gesundheit und Pflege. Mit den EU-Rahmenverträgen würde die Personenfreizügigkeit ausgeweitet. Hunderttausende Arbeitnehmende aus der EU könnten künftig ihre Eltern zur Pflege in die Schweiz bringen. Das würde unser Gesundheitswesen noch weiter überlasten, warnt Faes, die sich in der Branche auskennt.
3. Generationenthema. Die neuen EU-Verträge sind keine «Bilateralen III». Die dynamische Übernahme von EU-Recht würde die DNA der Schweiz zerstören. Die Verträge betreffen nicht nur die Wirtschaft, sondern sind weichenstellend für die nächsten Generationen. Sie sollten jenseits der Parteipolitik und ohne Scheuklappen diskutiert werden.
Haben Sie Freundinnen, Kolleginnen, Töchter, welche die Tragweite der EU-Rahmenverträge noch nicht auf dem Radar haben? «herVoice» möchte die unentschlossenen 40 Prozent erreichen. Schicken Sie ihnen jetzt www.her-voice.ch und diese News.
Die neue Bewegung ist unabhängig. Karin Faes und Sara Hürlimann engagieren sich aber auch im Co-Präsidium von autonomiesuisse, Phyllis Scholl ist Mitglied.