14. Juli 2026

Bern und London zeigen: So funktioniert Freihandel

Während halb Bundesbern auf die EU schielt, haben Bundespräsident Guy Parmelin und der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle am 13. Juli 2026 ein modernisiertes Freihandelsabkommen abgeschlossen. «Bern und London zeigen der EU, wie Freihandel geht», titelt die «Finanz und Wirtschaft». So könne «eine selbstbewusste, moderne Aussenwirtschaftspolitik im 21. Jahrhundert funktionieren».

Kein Souveränitätsverlust, kein Diktat

Von der EU ist man es sich gewohnt, dass sie die Schweiz regelmässig kritisiert, piesackt, bedroht, anbettelt. Demgegenüber «sassen sich zwei souveräne, stolze Demokratien als gleichberechtigte Partner gegenüber. So gibt es denn in diesem modernen Vertragswerk keine automatische Übernahme von fremdem Recht, kein Diktat eines ausländischen Gerichtshofs und auch keine versteckten finanziellen Tributzahlungen», kommentiert die «Finanz und Wirtschaft».

Zwar stimmen Medien aus der EU seit dem Brexit gern den Abgesang auf das Vereinigte Königreich an. Faktisch kann dieses gemessen an wirtschaftlichen Kennzahlen aber mit den tonangebenden Ländern in der EU locker mithalten. Tatsächlich haben die Schweiz und das Vereinigte Königreich einiges gemeinsam: starke Finanzplätze, die besten Universitäten Europas und eine unabhängige Währung.

Eine starke Partnerschaft

Seit der Industrialisierung und der Popularisierung des alpinen Wintersports in St. Moritz haben die Schweiz und das Vereinigte Königreich erfolgreich zusammengearbeitet. Dieses Abkommen «bringt zwei vertrauenswürdige, weltoffene Volkswirtschaften näher zusammen, im gemeinsamen Streben nach Wohlstand und nachhaltigem Wachstum», schreibt Peter Kyle in der «NZZ». Man darf gespannt sein, was das mit Blick auf Zukunftstechnologien bedeutet.