Studie von Swiss Economics auf Französisch: Wächst der Röstigraben bald ganz zu?
Die Romandie ist reflexhaft EU-enthusiastisch. So denken viele Deutschschweizer und Tessiner. Doch aktuelle Umfragen und Gespräche mit Unternehmerinnen und Unternehmern zeichnen ein anderes Bild. Der alte Röstigraben schliesst sich zusehends – immer mehr Westschweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sind bei den EU-Verträgen unentschlossen oder skeptisch.
autonomiesuisse möchte dazu beitragen, dass die Diskussion vom Wunschdenken zu den Fakten wechselt. Deshalb liegt die Studie «Effets économiques du paquet d'accords Suisse–UE» von Swiss Economics unter der Leitung von Prof. Dr. Mark Schelker (Universität Fribourg) ab sofort auch auf Französisch vor.
Bundesbern blendet Kosten aus
Sie zeigt eines klar: Bundesbern überschätzt den wirtschaftlichen Nutzen der neuen EU-Verträge systematisch – während die Kosten für direkte Demokratie und Souveränität in der offiziellen Kommunikation kaum vorkommen. Eine zentrale Annahme der bundesrätlichen Auftragsstudien – dass die Bilateralen I ohne die neuen Verträge wegfallen würden – ist zudem unrealistisch.
autonomiesuisse ruft dazu auf, die französische Studie herunterzuladen und im eigenen Umfeld – bei Kolleginnen, Geschäftspartnern, in Verbänden – zu verteilen.