30. Juli 2026

EU-Kommission bestätigt: Schweiz ist innovativstes Land Europas

«Die Innovationsdynamik der EU hat sich seit 2019 stetig verbessert, wobei sich Fortschritte in allen Mitgliedstaaten zeigen», schreibt Ekaterina Zaharieva, EU-Kommissarin für Start-ups, Forschung und Innovation der EU, im Vorwort des European Innovation Scoreboard (EIS) 2026.

Was erst weiter hinten im Bericht ersichtlich ist: Keines der Top-4-Länder in Europa ist EU-Mitglied. Zum neunten Mal in Folge landet die Schweiz auf Platz eins als innovativstes Land Europas. Darauf folgen Grossbritannien, Norwegen und Island. Innerhalb der EU schneiden Schweden, Dänemark und die Niederlande am besten ab. Im globalen Wettbewerb liegt Südkorea an der Spitze, gefolgt von China, Kanada, Australien und den USA.

ETH ist beste Uni Kontinentaleuropas

Wer die QS World University Rankings kennt, findet die Resultate des europäischen Innovationsanzeigers wenig überraschend: Die ETH Zürich schafft es als einzige Universität Kontinentaleuropas unter die Top 10 weltweit. Die bestplatzierte EU-Hochschule ist die Technische Universität München (TUM), die sich mit der EPFL den Rang 22 teilt.

ETH und EPFL: Weltmeister bei Deep-Tech-Start-ups

Nach dem European Deep Tech Report 2026 sind die ETH und die EPFL sogar weltweit führend, wenn es darum geht, aus Forschung marktreife Start-ups zu machen: ETH-Absolventen sind Weltmeister darin, Deep-Tech-Start-ups zu gründen.

Wie die EU-Kommission wohl ihren eigenen Innovationsanzeiger 2026 interpretiert? Um den Abstand zu den globalen Konkurrenten zu verringern, hat die Kommission vor einem Jahr die Start-up- und Scale-up-Strategie ins Leben gerufen und will die Mittel für das nächste Programm Horizon Europe (2028–2034) verdoppeln.

Fragen an die EU und Bundesbern

Es fragt sich nur: Warum hat die EU jemals ausgerechnet die Schweiz aus diesem Programm geworfen, wo sie doch selbst so offensichtlich auf Schweizer Wissen angewiesen ist?

Doch auch die Schweiz muss über die Bücher. Denn die EU-Studie selbst zeigt, dass man sich eher an Ländern ausserhalb der EU orientieren sollte, wenn man wettbewerbsfähig und innovativ bleiben will.